Der Automobilclub ADAC verlangt von den Kfz-Versicherern die Einhaltung von Mindeststandards. Diese hält der ADAC bei seinen eigenen Tarifen aber nur teilweise ein. Das berichtet "Welt online".
So empfiehlt der Verein bei der Kfz-Haftpflicht eine Höchstdeckung von 100 Millionen Euro. Konsequenterweise führte der ADAC 2005 als erster Anbieter in Deutschland einen Tarif mit 100 Millionen Euro Deckungssumme ein. Allerdings legte der Autoclub im vergangenen Jahr den Eco-Tarif auf, der nur Schäden bis 50 Millionen Euro absichert; es sei denn, man vereinbart eine höhere Summe.
ADAC-Sprecher Jochen Oersterle begründet dies laut "Welt online" mit wirtschaftlichen Erfordernissen: "Der Markt hat sich gewandelt. Darauf müssen wir reagieren". Aber auch bei weiteren Bedingungen rückt der ADAC von seinen eigenen Anforderungen ab. So empfiehlt der Verein auf seiner Homepage, dass Kfz-Versicherungen einen Rabattretter nach Schäden, eine Mindestfrist von sechs Monaten bei der Neu- und Kaufpreisentschädigung in Vollkasko sowie Leistungen bei Kollisionen mit Tieren aller Art enthalten. Zudem sollte die Versicherung bei der Kasko auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichten.
Doch beinahe all diese Bedingungen erfüllt der Eco-Tarif des ADAC nicht. Als Anbieter von Versicherungspolicen unterläuft der ADAC aus geschäftlichen Gründen, die von ihm geforderten Mindeststandards.

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