Durch das Hochwasser taucht wieder die Forderung nach einer Pflichtversicherung für Naturkatastrophen auf. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) spricht sich gegen eine solche Versicherung aus.
Jörg von Fürstenwerth vom GDV sieht in einer Pflichtversicherung gegen Hochwasserscherschäden eine "steuerfinanzierte Quersubventionierung zugunsten der Spitzenrisiken". Er bezeichnet sie als ungerecht. Schließlich müssten in diesem Fall alle für die Risiken derer aufkommen, die an Flüssen oder Seen leben. Das würde auch dazu führen, dass zwei Drittel der Kunden deutlich mehr bezahlen müssten.
Ein weiterer Kritikpunkt des GDV: Eine Versicherungspflicht könne dazu führen, dass Verbraucher bauliche Schutzmaßnahmen nicht durchführen. Das steigere das Schadenpotenzial. Der GDV fordert statt einer Pflichtversicherung die Verbesserung des Hochwasserschutzes. Außerdem sollten Kommunen hochwassergefährdete Flächen nicht mehr als Bauland freigeben.

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