Die Ermittler der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) haben im vergangenen Jahr 861 Fälle von Abrechnungsbetrug aufgedeckt. So konnten sie der DAK zufolge knapp zwei Millionen Euro zurückholen. Damit hat sich der finanzielle Erfolg der Ermittlungen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Die Ermittler stellten im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen Anstieg der Fallzahlen beim Abrechnungsbetrug im Gesundheitssystem fest. Mit 861 Fällen deckten sie 2010 56 Prozent mehr Fälle auf als im Vorjahr. Sie bearbeiteten dafür 1.000 Hinweise.
Der größte Teil des Abrechnungsbetrugs geschieht im Bereich Heilmittel. Dieser Bereich macht laut der DAK knapp 40 Prozent der aktuellen Fälle aus. Dabei handelt es sich um Behandlungen wie Massagen und Sprachtherapie. Auf die Bereiche ärztliche Behandlung, Pflege und Hilfsmitteln entfallen je 10 Prozent der Betrugsfälle.
Geldrückfluss hat sich verdoppelt
Durch die Aufdeckung der Betrügereien kam es zu einem Geldrückfluss von zwei Millionen Euro. Das sind 52 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei handelt es sich nur um Geld aus Fällen, bei denen es sich um vorsätzlichen Abrechnungsbetrug oder vertragswidriges Verhalten und Vertragsstrafen dreht. Die Geldrückflüsse aus den routinemäßigen Abrechnungsprüfungen entfallen.
Der DAK-Chefermittler Volker zur Heide sagte dazu: "Unsere Bilanz für 2010 zeigt, dass wir durch verbesserte Recherchemethoden mehr Betrüger und 'Schwarze Schafe' erkennen und so mehr Geld für unsere Versicherten zurückholen konnten. Die breite Masse der Leistungserbringer rechnet vertragsgemäß ab und lässt sich nichts zu Schulden kommen." Die DAK-Ermittler arbeiten bei der Untersuchung von Abrechnungsbetrug mit anderen Kassen, den Vereinigungen der Kassenärzte und Kassenzahnärzte, der Kriminalpolizei und den Staatsanwaltschaften zusammen

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