Als "Sparen mit der Abrissbirne" kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die Pläne des Bundesbauministeriums, die Wohngeldzahlungen des Bundes um 40 Prozent zu kürzen. Hunderttausende Familien würden so bewusst und mutwillig in Hartz IV und damit in Armut getrieben.
Der Verband warnt vor dem sozialen Verfall in den Kommunen und fordert von der Bundesregierung eine Revision des gesamten Sparpaketes. "Um eine ausgewogene, faire und gerechte Haushaltskonsolidierung zu gewährleisten, muss sich die Regierung endlich an die Einnahmenseite heran trauen", fordert der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, Ulrich Schneider. Der Verband fordert die stärkere Heranziehung Besserverdienender, vor allem die Beseitigung von Steuerprivilegien wie etwa für Erben und Vermögende.
Laut Berliner Zeitung plant das Bundesbauministerium, die Wohngeldzahlungen insgesamt um rund 40 Prozent von derzeit 800 Millionen auf 491 Millionen Euro zu kürzen.