Ein Programmierfehler in den EMV-Chips soll dafür verantwortlich sein, dass zahlreiche Bankkunden im neuen Jahr kein Bargeld am Geldautomaten erhielten. Nach der Postbank teilte gestern auch die Commerzbank mit, dass es Schwierigkeiten mit neueren EC- oder Kreditkarten mit EMV-Chip gegeben habe.
Chip patzte bei Datumsverarbeitung
Die Karten seien jedoch auch 2009 schon im Umlauf gewesen und hätten nie Probleme gemacht, sagte eine Commerzbank-Sprecherin dem "Handelsblatt". Daher vermutete man bei der Commerzbank einen Programmierfehler in Beziehung zum Datumswechsel.
Ein Verdacht, der sich bis zum Montagabend bestätigte. Das IT-Magazin "Heise Online" berichtete, Schuld sei ein Chip, dessen Software Fehler in der Verarbeitung der Jahreszahl 2010 aufwies. Aus dem Grund habe der Chip am Geldautomaten den Dienst verweigert. Nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) sollen inzwischen alle Karten wieder funktionieren.
Der EMV-Chip ersetzt den gewohnten Magnetstreifen zur Identifizierung der Karte. Da die Daten auf dem Chip sicher verschlüsselt gespeichert sind, kann er nicht so leicht ausgelesen werden wie der Magnetstreifen.

BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr