Banken müssen ihren Vertrieb auf neue Herausforderungen einstellen. Die Zahl der Kunden insgesamt sinkt. Dafür werden Banken und Finanzberater mehr Kunden über 60 beraten. Das ergab eine Marktstudie.
Bundesweit sinkt in den nächsten 20 Jahren die Zahl der Anleger. Das sagt eine Studie vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung voraus. Dabei verzeichnen die Sparverträge über alle Anlegergruppen hinweg den größten Aderlass. Hier werden rund zwei Millionen Kunden weniger zu betreuen sein.
Bankvertrieb muss sich auf Kundenschwund einstellen
Für den Bankvertrieb vor allem mit Sparverträgen entsteht daraus die Herausforderung, die Vertriebsstrategien neu aufzustellen. Die heute unter den Bankkunden stärkste Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren wird in die Altersgruppe über 60 wechseln. Das bedeutet mehr ältere Kunden. Die Zahl der Abschlussinteressierten für Sparverträge insgesamt werde von heute 1,2 Millionen auf nur noch 900.000 sinken, prophezeit die Studie.
Altersgruppe 60+ gewinnt an Gewicht
Auf eine Verschiebung in die Altersgruppe 60+ muss sich laut IMW auch der Vertrieb von Aktien einstellen. Die Zahl der Anleger steigt in diesem Kundensegment bis 2030 von derzeit 250.000 auf 340.000. Die Zahl der Anleger insgesamt sinkt der Studie zufolge den kommenden zwanzig Jahren voraussichtlich um 160.000 und die Zahl der an einem Abschluss interessierten Kunden geht um 220.000 zurück.
Hintergrund: IMW-Studie
Die Untersuchung zum Thema "Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Marktpotenziale von Versicherungen und Kreditinstituten" wurde vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im September 2011 durchgeführt und auf Grundlage der TdW 2011 und der vom statistischen Bundesamt ermittelten Bevölkerungsvorausrechnung bis 2030 erstellt.
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