Die EthikBank hat ihre Negativliste, auf der Geschäftsfelder gelistet sind, in die die Bank nicht investiert, erweitert. Ab sofort wird die Bank das Kundengeld auch nicht mehr in Branchen oder Unternehmen stecken, die mit Tierversuchen für Kosmetika in Verbindung stehen.
Nach Angaben der Bank sind insgesamt 10 Unternehmen des DAX und MDAX mit Tierversuchen für Kosmetika konfrontiert. Dazu gehören laut EthikBank Douglas, Hugo Boss, Merck, Metro und Stada. Mit Wacker Chemie, Beiersdorf, Celsio und Symrise sind vier Unternehmen ohne Umweg von der Positiv- in die Negativliste der EthikBank gewandert.
Auch Adidas komme mit Tierversuchen in Berührung und ist daher neu auf der Negativliste der Bank. Allerdings seien Adidas-Anleihen auch zuvor schon nicht im Anlageportfolio der EthikBank aufgetaucht. Die "nie verebbenden Hinweise auf Kinderarbeit" waren der Bank zu heikel für eine Investition.
Nachhaltiger Kundenwunsch führte zu Veränderung
"Die Anlagekriterien der EthikBank ändern sich nicht permanent, denn sie repräsentieren unser Wertesystem," erläutert EthikBank-Vorstandsmitglied Sylke Schröder. "Im konkreten Fall haben wir gehandelt, weil sich im Zeitablauf herausgestellt hat, dass unseren Kunden dieses Thema wirklich wichtig ist."
Tierversuche bald komplett verboten
Tierversuche sind in der Europäischen Union verboten. Dieses Verbot gilt seit dem Jahr 2003 für Endprodukte. Im Jahr 2009 wurde es ergänzt um Inhaltsstoffe. Heute sind Tierversuche nur noch erlaubt, um die Wirkung toxischer Stoffe auf die Fortpflanzungsfähigkeit, bei wiederholter Einnahme und die Beeinträchtigung des Bewegungsapparates zu untersuchen. Ab 2013 werden auch diese Tests nicht mehr erlaubt sein.
Foto: © Susanne Hofschläger/PIXELIO
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