Vorteile von Fondssparplänen
Der Hauptvorteil eines Fondssparplans ist der sogenannte Cost-Average-Effekt, zu deutsch: Durchschnittskosteneffekt. Wertpapierfonds unterliegen einer Kursentwicklung, die, abhängig vom Börsenumfeld, mal positiv und mal negativ sein kann. Da trotz der Kursschwankungen regelmäßig ein gleich bleibender Betrag in den Fonds investiert wird, werden bei guten Kursen weniger, bei schlechten Kursen mehr Anteile des Fonds gekauft.
Im Durchschnitt (daher der Name des Effekts) wird somit zu einem besseren Kurs gekauft, als dies bei einer Einmalanlage der Fall wäre. Durch dieses Ausnutzen von Kursschwankungen erhöht sich die Rendite der regelmäßigen Anlage gegenüber der Einmalanlage.
Der Cost-Average-Effekt soll anhand eines anschaulichen Beispiels erläutert werden:
Beispiel: Ein Anleger zahlt monatlich 50,- Euro in einen Fondssparplan ein. Der Kurs des Fonds schwankt während der Laufzeit wie folgt:
Insgesamt hat unser Mustersparer also 400,- Euro in den Fonds eingezahlt. Hätte der Anleger gleich zu Beginn die Summe auf einmal investiert, hätte er insgesamt 8 Anteile erworben. Da der Kurs während der Laufzeit geschwankt ist, der Sparer aber immer die gleiche Sparrate investiert hat, hat er nun 13,5 Anteile an dem Fonds. Bei einer Einmalanlage wären seine Anteile jetzt 400 Euro wert. Bei einem Sparplan kommt der Anleger auf einen Anteilswert von 675,- Euro. Dies bedeutet eine Wertsteigerung von knapp 69 Prozent, wohingegen der Einmalanleger überhaupt keine Wertsteigerung erzielt hat. |
Kursschwankungen wie in dem Beispiel sind zwar eher selten, jedoch zeigt sich der Effekt auch bei kleineren Kursausschlägen schon deutlich. Umso länger ein Fondssparplan läuft und umso volatiler (schwankender) der Kurs verläuft, desto eher und deutlicher macht sich der Cost-Average-Effekt bemerkbar.