Die Krankenversicherung einer 29-jährigen Kanadierin strich die Health Benefits (entspr. de. dt. Krankengeld), weil die Frau auf den Fotos auf ihrem Facebook-Profil zu vergnügt aussah. Das berichtet das Internetportal "ABCNews".
Trotz Depression sah die Kanadierin vergnügt auf ihren Bildern aus
Nathalie Blanchard war seit über einem Jahr wegen schwerer Depressionen krankgeschrieben und konnte in dieser Zeit ihren Job bei IBM nicht ausüben. Von ihrer Versicherung erhielt sie monatlich Krankengeld. Als Mitarbeiter der Versicherung Fotos von Blanchard auf ihrem Profil in dem sozialen Netzwerk Facebook sahen, strichen sie der Kanadierin die finanzielle Unterstützung. Die Fotos zeigten Blanchard lachend auf ihrer Geburtstagsfeier, im Bikini beim Sonnenbad und bei einer Stripshow.
Aufgrund der Fotos meinte die Versicherung, die Kanadierin könne wieder arbeiten. Die Versicherung sagte gegenüber "ABCNews", dass sie die Entscheidung nicht nur aufgrund der Fotos auf Facebook getroffen hätte. Aber das Unternehmen nutze solche Informationen, um mehr über ihre Kunden in Erfahrung zu bringen.
Kündigung wegen Facebook-Nutzung während Krankheit
Auch manche Arbeitgeber scheinen die Facebook-Aktivitäten ihrer Angestellten zu überwachen. Im November vergangenen Jahres erhielt eine Versicherungsangestellte aus Basel die Kündigung, weil sie trotz Krankschreibung Facebook nutzte. Die Angestellte war wegen Migräne krankgeschrieben und konnte daher nicht am Bildschirm arbeiten. Darauf hin sprach die Versicherung die Kündigung aus. Die ehemalige Angestellte widersprach dieser Darstellung, sie habe Facebook vom Bett aus mit dem iPhone benutzt.

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