Trinkwasser könnte schon bald als Geldanlage interessant werden. Experten schätzen Wasser international als zu billig ein. Das betrifft besonders die "Emerging Markets", die sich entwickelnden Märkte. Die Vizepräsidentin der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), Ursula Schäfer-Preuss, sagte dem "Handelsblatt", in Asien werde 2020 pro Kopf nur ein Viertel der Trinkwassermenge von 1950 zur Verfügung stehen.
Schäfer-Preuss fordert gerade in den Boomregionen Asiens einen höheren Preis für Wasser: "Nur dann wird auch das Bewusstsein für eine sich abzeichnende Verknappung dieses Lebens-Elixiers zunehmen". Im Gegensatz zu den westlichen Industrienationen weise Wasser in den Schwellenländern meist keinen Preis auf.
Weil in vielen Ländern des Nahen Ostens, aber auch in China eine Wasserknappheit droht, geht man beim amerikanischen Mischkonzern General Electric davon aus, dass Wasser schon bald erheblich zum Konzerngewinn beitragen kann. Anleger können über Aktien, Zertifikate, Fonds und Derivate in den Wassermarkt investieren.